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Erzeugerregeln für Albkorn

Bodenbearbeitung:
Die Intensität der Bodenbearbeitung ist auf das notwendige Maß zu beschränken (Nitratauswaschungsgefährdung).Wendende Bodenbearbeitung ist aber nach Mais vor Weizen zur Vermeidung von Fusariumpilzbefall durchzuführen.

Fruchtfolge:
Vor Weizen,Dinkel steht eine Gesundungsfrucht, um die Erreger der Halmbruchkrankheitzu verringern. Jährlich müssen mindestens drei Kulturen oder Kulturgruppen mit einem Mindestanteil von 20 % je Gruppe an der Ackerfläche des Unternehmens angebaut werden.Der Anteil von Mais an der Ackerfläche darf 40 % nicht überschreiten.

Sorte /Saatgut:
Hauptsorten Tommy, Astron, Transit. Ein Z1 oder Z2 Saatgutnachweis im Falle des Nachbaus ist Pflicht. Sorten dürfen nur rein ausgesät werden. Der Anbau von gentechnisch veränderten Sorten ist nicht erlaubt.

Nährstoffversorgung/Düngung:
Düngemittel dürfen nur nach guter fachlicher Praxis entsprechend der Düngeverordnug angewandt werden.
Die Anwendung der N-min-Meßmethode bei der Vertragskultur ist Pflicht (MEKA-A1). Die Ertragserwartung als Grundlage für die NID-Empfehlung soll realistisch und dem Standort angepasst sein. Grundbodenuntersuchungen müssen für jeden Vertragsschlag im fünfjährigen Turnus (s.MEKA.A.1) vorhanden sein. Die Anwendung des Chlorophyllmeters bei der Ährengabe ist Pflicht. Die Düngeempfehlungen (Farbwerte) sind unter „Bemerkungen“ auf der Schlagkarte zu notieren.

organische Dünger:
Die Anwendung von Klärschlamm im Betrieb ist nicht erlaubt. Die organische Düngung ist auf der Schlagkarte mindestens mit den Richtwerten nach der DÜVO anzurechnen.

Pflanzenschutz:
Der integrierte Pflanzenschutz stützt sich auf befallsmindernde Maßnahmen wie standortgerechte Nutzung, vielgestaltige Fruchtfolge, der Wahl resistenter Sorten, optimale Saattechnik, Anlegen von Ackerrandstreifen,- sowie auf direkte Maßnahmen wie mechanische, biologische, biotechnische, physikalische und chemische Verfahren. Chemische Pflanzenschutzmittel sind nicht anzuwenden, wenn vorbeugende oder direkte Maßnahmen wirksam und wirtschaftlich sind.
Zur Beurteilung der Notwendigkeit bzw. Wirtschaftlichkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen sind Schadschwellen anzuwenden und zu dokumentieren. Prognosemodelle wie „Advisor“, zur Halmbruchdiagonse bzw „Proplant“ müssen vor der Anwendung eines Halmbruchfungizides durchgeführt werden, ansonsten ist nur eine Fungizidspritzung zulässig. Die alleinige Anwendung eines Strobilurinpräperates (Amistar, Juwel top, Acanto, Stratego, usw.) ist wegen der Gefahr den Weizen bzw. Dinkel- toxingehalt zu erhöhen nicht erlaubt. Pflanzenschutzmittel sind mit Antidrift-Düsen zu spritzen (geringerer Feintropfenanteil am Tropfenspektrum führt zur Verringerung der atmosphärischen Belastung).
Die Anwendung von Halmverkürzungsmitteln ist nicht erlaubt.

Ackerrandstreifen:
Jeder Mitgliedsbetrieb muß an einem Schlag an der Stirnseite, einen Ackerrandstreifen mit mindestens einer Maschinenbreite anlegen. Die Mischung besteht im wesentlichen aus der „Tübinger Mischung“ mit zusätzlich 25% Inkarnatklee. Auf diesem Streifen darf kein Herbizid angewendet werden. Frühester Mulchzeitpunkt ist der 15.August.

Schlagkarten:
Die Führung einer EDV-unterstützten oder schriftlich geführten Schlagkarte (DLG-oder BAWÜ-Standard) ist Pflicht. Sie ist spätestens bis Mitte Oktober der Mühle Luz zuzuleiten, ansonsten erfolgt eine Abrechnung zu marktüblichen Preisen.

Humusbilanz:
Jeder Betrieb muß eine Humusbilanz erstellen. Die Humusbilanz muß ausgeglichen sein

Nährstoffbilanz
Jeder Betrieb muß eine Nährstoffbilanz erstellen. Die Nährstoffbilanz sollte sich im Bereich :+- 50 kg N/ha und +-20 kg P2O5/ha bewegen. Die Anpassungszeit bei Nichteinhaltung der Salden beträgt 3 Jahre.

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